
Rembrandt · PD
Junge Frau in Fantasiekostüm
Details
Die Geschichte
Der Weg dieser Tafel ins Rijksmuseum führte über einen Sammler in der Schweiz. Rembrandt malte sie 1633, im Jahr seiner Verlobung mit Saskia van Uylenburgh, und lange galt sie als Bildnis seiner Braut. Später gehörte sie den Earls of Elgin in Schottland. 1926 verkaufte der zehnte Earl sie über den Kunsthändler Joseph Duveen, und 1932 erwarb sie Isaac de Bruijn, der mit seiner Frau in Muri in der Schweiz lebte. Schon im Jahr darauf schenkte das Paar das Bild der Vereniging Rembrandt, einer niederländischen Vereinigung, die Kunstwerke für die Museen des Landes sichert. 1961 kam es schließlich ins Rijksmuseum. Dort wird es heute vorsichtiger beschrieben. Das Museum spricht von einer Tronie, einem Kopfbild, das einen Typus zeigt und kein bestimmtes Gegenüber. Schleier, Federschmuck und das goldgesäumte Gewand gehören keiner Mode der 1630er Jahre an, und dieselben Gesichtszüge mit der hohen, gewölbten Stirn kehren bei den Göttinnen und Heldinnen wieder, die Rembrandt in jenen Jahren malte.




