
Kaiser Maximilian I.
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Die Geschichte
Im Februar 1508 ließ sich Maximilian I. im Dom von Trient zum Erwählten Römischen Kaiser ausrufen. Eigentlich wollte er sich in Rom vom Papst krönen lassen, doch Venedig versperrte ihm den Weg nach Süden, und so nahm er den Titel ohne die Reise an. Das Kunsthistorische Museum datiert dieses kleine Bildnis um 1508/09 und hält es für wahrscheinlich, dass es während seines Aufenthalts in den Niederlanden entstand.
Die Züge sind hier auffallend weich, während die meisten Porträts Maximilians ein scharf geschnittenes Gesicht zeigen. Rätselhaft ist die Nelke in seiner Hand, denn eine Nelke kennzeichnet meist ein Verlobungsbild. Das Museum erwägt, ob sie an seine zweite Ehe erinnert, 1494 mit Bianca Maria Sforza aus Mailand. Noch lange nach dem Tod des Kaisers stellte die Werkstatt des Joos van Cleve Fassungen dieses Bildnisses her, eine davon hängt heute im Rijksmuseum in Amsterdam.




