Maria mit dem Kind und einem Dominikaner, der sein Herz darbringt

Maria mit dem Kind und einem Dominikaner, der sein Herz darbringt


Details

Museum
Louvre
Jahr
1516
Technik
Öl auf Holz
Gattung
Gemälde
Maße
57 × 56 cm

Die Geschichte

1515 wurde Joachim Patinir in die Antwerpener Malergilde aufgenommen. Er hatte die Landschaft zum eigenen Fach gemacht, mit weiten, blau verdämmernden Ausblicken auf Felsen und Flüsse, und diese kleine Tafel, zwischen 1515 und 1518 in derselben Stadt entstanden, übernimmt seine Art ganz offen. Der Louvre sagt das ohne Umschweife. Hinter den Figuren sieht man den Felsen mit der Burg, die Stadt am Fluss und die Schnitter auf den Feldern.

Vorn kniet ein Dominikaner und hält etwas Kleines, Rotes in der Hand. Es ist sein Herz, das er dem Jesuskind darbringt, und das Kind streckt sich ihm vom Schoß der Mutter aus entgegen. Hinter dem Mönch stehen die Leidenswerkzeuge, Säule und Kreuz, als Hinweis darauf, was diese Hingabe kosten wird. Wer der Mönch ist, bleibt offen. Ein Forscher dachte an Heinrich Seuse, den deutschen Mystiker des 14. Jahrhunderts aus dem Dominikanerorden, der sich nach eigenem Bericht den Namen Jesu über dem Herzen in die Haut ritzte. Andere sehen in ihm den heiligen Dominikus selbst.

Unter dem Felsen, auf dem das Kind steht, entspringt eine kleine Quelle und fließt als Bach davon. Das Museum deutet sie als Quelle des Lebens, die der Welt zum Heil geschenkt wird. 1893 schenkte der Sammler Jules Maciet das Bild dem Louvre.

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