Lukrezia

Lukrezia


Details

Jahr
1522
Technik
Öl auf Eichenholz
Gattung
Gemälde
Maße
75,7 × 53,9 cm

Die Geschichte

Die Geschichte der Lukrezia überliefert der römische Geschichtsschreiber Livius. Die Frau des Adligen Collatinus wurde von Sextus, einem Sohn des letzten römischen Königs, vergewaltigt. Sie berichtete ihrer Familie davon und erstach sich mit einem Dolch, und die Empörung über ihren Tod führte zur Vertreibung der Könige aus Rom. Christliche Autoren sahen in ihr trotz des Selbstmords ein Vorbild der Tugend.

Seit dem frühen 16. Jahrhundert stellten niederländische Maler Lukrezia gern allein und als Halbfigur dar, und solche Bilder galten, wie das Kunsthistorische Museum schreibt, als Sinnbild des Mutes. Joos van Cleve malte diese Fassung Anfang der 1520er-Jahre in Antwerpen und kam mehrfach auf das Thema zurück, eine weitere Version befindet sich in Zürich. Die Wiener Tafel gehörte Erzherzog Leopold Wilhelm, dem habsburgischen Statthalter der Spanischen Niederlande, dessen Sammlung den Grundstock der Wiener Gemäldegalerie bildet.

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