Joos van Cleve

Joos van Cleve

1540 · Habsburgische Niederlande · Nordische Renaissance, Altniederländische Malerei, Flämische Renaissance


Die Geschichte

Fast vier Jahrhunderte lang kannte niemand seinen Namen. Man fasste die Bilder unter einem Werkstattnamen zusammen, dem Meister vom Tod Mariä, nach einem großen Triptychon in Köln mit den letzten Stunden Marias. 1894 las man auf der Rückseite dieser Tafel ein Monogramm als Joos van der Beke, und ein wirklicher Antwerpener Maler trat aus der Anonymität: Joos van Cleve, der seinen Namen von der Stadt Kleve am Niederrhein nahm.

Etwa ab 1511 führte er eine gut beschäftigte Werkstatt in Antwerpen, der eben zur Handelshauptstadt Nordeuropas gewordenen Stadt, und sah mit den Kaufleuten die italienischen Ideen eintreffen. In seinen Marienbildern sieht man, wie er Leonardos weiche, rauchige Modellierung des Gesichts übernimmt, die Sfumato genannte Technik, aufgepfropft auf die flämische Freude an leuchtender Farbe und feinem Detail.

Seine Bildnisse waren gut genug, um ihn ins Ausland zu rufen. Um 1530 wurde er an den französischen Hof berufen, wo er König Franz I. und seine Königin Eleonore von Österreich malte. Das Bildnis Franz' hat sich erhalten, ein breites, wachsames Gesicht über schweren, bestickten Ärmeln.

Tausende weitere Geschichten in der App.

Werke

8 Werke