
Francisco de Zurbarán · PD
Geißelung des heiligen Hieronymus
Details
Die Geschichte
Zurbarán arbeitete ab 1638 für die Hieronymiten von Guadalupe in der Extremadura. Erst kam eine einzelne Leinwand, dann sieben weitere für die Sakristei, zuletzt drei Bilder für die angrenzende Hieronymus-Kapelle, und dieses ist eines der drei. Die Szene stammt aus einem Brief, den Hieronymus selbst geschrieben hat. Im Fieber träumt er, vor ein Gericht gestellt und von Engeln gegeißelt zu werden, weil er Cicero lieber las als die Heilige Schrift. Der Auftrag zog sich über Jahre hin. Eine Quittung aus Guadalupe von 1646 dürfte die Zahlung für dieses Bild betreffen. Als im 19. Jahrhundert die spanischen Klöster reihenweise geräumt und ihre Bilderfolgen zerstreut wurden, blieb die von Guadalupe an Ort und Stelle. Sie hängt bis heute in den Räumen, für die Zurbarán sie gemalt hat.




