
Paul Gauguin · PD
Landschaft mit zwei Bretoninnen
Details
Die Geschichte
Am 23. Februar 1891 ließ Gauguin seine Bilder im Pariser Auktionshaus Hôtel Drouot versteigern, um die Überfahrt nach Tahiti bezahlen zu können. Diese Leinwand brachte 280 Francs, und hinter dem Gebot stand eine ganze Gruppe. Ker-Xavier Roussel, Édouard Vuillard, Pierre Bonnard, Maurice Denis und Paul Sérusier, junge Maler, die sich Nabis nannten, legten mit ein paar Freunden zusammen, um ihm zu helfen. Das Bild sollte reihum für eine bestimmte Zeit bei jedem von ihnen hängen. Lange ging das nicht gut, und 1905 gehörte es Vuillard allein. Gemalt hatte Gauguin es 1889 in der Bretagne. Zwei Bäuerinnen sitzen im Schatten eines dünnen Baums vor einer leuchtenden Landschaft. Die eine scheint zu beten, doch sie isst, in der linken Hand ein Stück Obst, in der rechten ein Messer. Ihre Nachbarin schneidet der Bildrand einfach ab, so wie es japanische Holzschnitte und Degas mit ihren Figuren machten. Nach Vuillards Tod 1940 erbte sein Neffe Jacques das Bild, der zugleich Roussels Sohn war.




