
J. M. W. Turner, Ostend, 1844. Wikimedia Commons. · PD
Ostende
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Die Geschichte
Dieses Bild kam erst 1975 nach München, im Kunsthandel erworben von den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen für die Neue Pinakothek. Entstanden war es gut 130 Jahre früher. 1844 zeigte der 69-jährige Turner es in der Londoner Royal Academy, die damals noch mit der National Gallery unter einem Dach am Trafalgar Square untergebracht war. Es war eines von sechs Bildern, die er in jenem Jahr ausstellte. Den Ort kannte er aus eigener Anschauung. Seine Reise von 1840, auf der er Venedig zum letzten Mal sah, endete in Ostende an der belgischen Küste, und eine flüchtige Skizze aus diesen Tagen, heute in der Tate in London, gilt als möglicher Ausgangspunkt der Komposition. Der Blick geht vermutlich vom Ende der Ostmole landeinwärts, die Westmole liegt im Mittelgrund. Segelboote kämpfen sich durch weiße Gischt in die Hafeneinfahrt, die Stadt ist nur ein blasser Streifen am Horizont, und darüber ziehen schwere Böenwolken.




