
Francisco de Zurbarán · PD
Bildnis eines Rechtsgelehrten
Details
Die Geschichte
Sevilla war in den 1630er Jahren die Drehscheibe des spanischen Amerikahandels, und Zurbarán belieferte von dort die Klöster der Stadt mit ganzen Heiligen- und Mönchszyklen. Bildnisse einzelner Menschen sind bei ihm die Ausnahme. Dieser Mann steht fast lebensgroß auf knapp zwei Metern Leinwand, in einem Ganzfigurenformat, das sonst dem hohen Adel vorbehalten war, und er ist Jurist. Vermutlich handelt es sich um Juan de la Lanza, gemalt zum Antritt des Lehrstuhls für Recht an der Universität Sigüenza. 1908 kam das Bild im Hôtel Drouot aus der Pariser Sammlung des Russen Iwan Schtschukin unter den Hammer. Zwei Jahre später kaufte es Isabella Stewart Gardner in New York für 20 000 Dollar und hängte es in ihren Dutch Room in Boston.




