
Rembrandt · PD
Bildnis einer Frau mit Handschuhen
Details
Die Geschichte
Sie ist die eine Hälfte eines Ehepaars. Das Bildnis ihres Mannes hängt neben ihr, um 1632 auf dieselbe Art Nussbaumtafel gemalt, mit denselben Materialien und derselben Technik, seine Geste ist ihr zugewandt, und ihre antwortet darauf. Das Paar Handschuhe in ihrer Hand gehört zu dieser Sprache der Ehe. Handschuhe waren in den Niederlanden ein übliches Hochzeitsgeschenk, und auf holländischen Pendantbildnissen jener Jahre halten Ehefrauen sie immer wieder in der Hand. Amsterdamer Kaufmannsfamilien bestellten solche Bildnispaare in großer Zahl, und Rembrandts Werkstatt war eine der gefragtesten Adressen dafür. In dieser vielbeschäftigten Werkstatt beginnen auch die Zweifel an ihr. Das Museum führt die Tafel als Rembrandt und Werkstatt, und die Forscher des Rembrandt Research Project hielten ihre steife, passive Haltung nicht für seine eigene Arbeit. Die Namen der beiden sind nicht überliefert, und beide Bildnisse sind 1783 in der kaiserlichen Galerie in Wien nachweisbar.




