
Rembrandt · PD
Bildnis einer alten Frau (die Prophetin Hanna)
Details
Die Geschichte
Seit 1772 ist diese ovale Eichenholztafel in Wien. Damals wurde sie aus der Burg von Pressburg, dem heutigen Bratislava, in die Hauptstadt gebracht. Krückstock und Gebetsmantel weisen die alte Frau als Prophetin Hanna aus, die nach dem Lukasevangelium im Tempel das Jesuskind als Erlöser erkannte. Auf dem Bild steht die Jahreszahl 1639. Wer es gemalt hat, ist allerdings offen. Die Farbe liegt dünn, fast durchscheinend auf dem Holz, ganz anders als bei Rembrandts Köpfen sonst. Das Kunsthistorische Museum führt die Tafel weiterhin unter seinem Namen, vermutlich um 1635 entstanden und in der Werkstatt überarbeitet. Im Begleittext hält es dagegen eine Kopie von Govert Flinck nach einem verlorenen Rembrandt für wahrscheinlich. Flinck, gebürtig aus Kleve, arbeitete um 1635 in Rembrandts Amsterdamer Werkstatt und konnte die Handschrift seines Lehrers so genau nachahmen, dass manche seiner Bilder lange als echte Rembrandts gehandelt wurden.




