
Rembrandt · PD
Selbstbildnis mit Hut und zwei Ketten
Details
Die Geschichte
Als Hans Heinrich Thyssen-Bornemisza dieses Selbstbildnis 1976 kaufte, stand seine Echtheit schon in Frage. Der Kunsthistoriker Horst Gerson hatte 1968 Zweifel angemeldet, vor allem wegen des Zustands der Holztafel. Röntgen- und Infrarotaufnahmen von 1987 und 1988 zeigten dann zahlreiche spätere Übermalungen an Nase und Augen, am Barett, an der Kleidung und im Hintergrund. Das Holz stammte aus den 1630er oder frühen 1640er Jahren, das Bild war also sicher aus dem 17. Jahrhundert, und der Katalog der Sammlung schrieb es 1990 der Werkstatt Rembrandts zu. Erst eine erneute dendrochronologische Untersuchung 1994 ergab, dass das Holz mit dem von vier anderen Tafeln Rembrandts übereinstimmt. Seit 2005 steht das Bild im vierten Band des Corpus der Rembrandt-Gemälde, der den Selbstbildnissen gewidmet ist.





