
Rembrandt · PD
Selbstbildnis mit Federbarett
Details
Die Geschichte
Im Winter 1896 erhielt die Bostoner Sammlerin Isabella Stewart Gardner über ihren Berater, den Kunsthistoriker Bernard Berenson, ein Ultimatum. Die Tafel könne sie haben, doch wenn sie bis zum 18. Februar nicht verkauft sei, gehe sie an die National Gallery in London. Gardner kabelte zwei Wörter zurück, „Yes Rembrandt“. Es war ihr erster Rembrandt, und er wurde zum Grundstein des Museums, das sie damals plante. Gemalt hatte er das Bild 1629 in seiner Heimatstadt Leiden, mit 23 Jahren, herausgeputzt mit federgeschmücktem Barett und goldener Kette. In der Nacht zum 18. März 1990 rissen zwei Diebe es im Holländischen Saal von der Wand und versuchten, die Eichenholztafel aus dem schweren vergoldeten Rahmen zu hebeln. Als sie nicht nachgab, ließen sie das Bild auf dem Boden liegen und nahmen stattdessen die beiden anderen Rembrandt-Gemälde der Sammlung mit. Heute hängt es wieder an der Nordwand desselben Saals, gegenüber den leeren Rahmen.




