Skizze für die Kapitulation von General Lee vor General Grant in Appomattox

Skizze für die Kapitulation von General Lee vor General Grant in Appomattox


Details

Künstler
Thomas Eakins
Jahr
1877
Technik
Öl auf Leinwand, auf Sperrholz aufgezogen
Gattung
Gemälde
Maße
33,3 × 23,5 cm

Die Geschichte

Am 9. April 1865 kapitulierte General Robert E. Lee im Haus von Wilmer McLean, in dem Dorf Appomattox Court House in Virginia, mit seiner Armee vor General Ulysses S. Grant. Damit war der Amerikanische Bürgerkrieg praktisch zu Ende. Irgendwann zwischen 1875 und 1880 nahm sich Eakins vor, diese Begegnung zu malen, und die kleine Ölskizze ist fast alles, was von dem Vorhaben geblieben ist. Ursprünglich zeigte sie beide Generäle. Später wurde die Leinwand zerschnitten, wahrscheinlich von Charles Bregler, einem früheren Schüler, der sich um Eakins' Atelier kümmerte. Die Hälfte mit Lee gehörte bis 2011 dem Hirshhorn Museum in Washington und wurde dann versteigert. In Boston ist Grant geblieben, der die Bedingungen der Kapitulation niederschreibt, in breiten, schnellen Pinselstrichen und fast ohne Einzelheiten. Den Zeugen fiel auf, wie verschieden die beiden Männer aussahen. Horace Porter, Offizier in Grants Stab, beschrieb Grant in gewöhnlichen Stiefeln, ohne Säbel, nur die Schulterstücke verrieten seinen Rang, Lee dagegen in neuer grauer Uniform, bis zum Hals zugeknöpft, mit einem juwelenbesetzten Degen. Fertig wurde das Bild nie. Die Eakins-Forscherin Kathleen Foster vermutet, dass er es nicht über sich brachte, wenigstens einen der beiden nach Fotografien zu malen. 1892 kam er doch noch auf Grant zurück. Für die Bronzefiguren von Grant und Lincoln am Soldiers' and Sailors' Arch in Brooklyn modellierte er die Pferde, die Reiter schuf der Bildhauer William O'Donovan.

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