
Stillleben mit Kupferkessel, Käse und Eiern
Details
Die Geschichte
Auf den ersten Blick könnte man das für ein holländisches Stillleben des 17. Jahrhunderts halten, eine Küchenecke mit einem großen Kupfertopf, etwas Steingut, Käse und Eiern in weichem Licht. Gemalt wurde es aber ein Jahrhundert später in Paris, um 1730 bis 1735, von Chardin, der damals Anfang dreißig war. Das Mauritshuis weist darauf hin, dass er niederländische Meister wie Pieter Claesz und Willem Heda bewunderte, die Haarlemer Maler gedeckter Frühstückstische, auch wenn er viel freier malte als sie.
Nach Den Haag kam das Bild durch einen Mann, der sein Leben der holländischen Malerei gewidmet hatte. Es gehörte Abraham Bredius, dem Kunsthistoriker, der das Mauritshuis von 1889 bis 1909 geleitet hatte. Er lieh es dem Museum 1901, und durch sein Testament ging es 1946 in den Besitz des Museums über.




