Sonnenblumen

Vincent van Gogh · PD

Sonnenblumen


Details

Jahr
1888
Technik
Öl auf Leinwand
Gattung
Gemälde
Maße
92,1 × 73 cm

Die Geschichte

Im Januar 1924 schrieb Johanna van Gogh-Bonger, die Witwe von Vincents Bruder Theo, nach London, sie habe versucht, ihr Herz gegen die Bitte hart zu machen. Seit mehr als 30 Jahren hing dieses Bild bei ihr, sie hatte es jeden Tag vor Augen. Angeboten hatte sie der National Gallery nur eine Leihgabe. Am Ende verkaufte sie doch, als Opfer, wie sie schrieb, für Vincents Ruhm.

Gemalt hatte er es Ende August 1888 in Arles. Van Gogh richtete damals das Gästezimmer seines Gelben Hauses für den Maler Paul Gauguin ein und meldete Theo einen neuen Strauß aus 14 Blüten vor grüngelbem Grund. Die National Gallery zählt 15, von festen Knospen bis zu Köpfen, die schon Samen tragen und ihre Blütenblätter verlieren. Blumen, Vase und Wand sind gelb, vom satten Orangeocker bis zu einem blassen, grünlichen Gelb. Nur ein paar dünne blaue Linien trennen sie. Eine läuft zwischen den beiden Gelbtönen der Vase, und im selben Blau steht darauf die Signatur, nur der Vorname, Vincent.

Als Gauguin im Oktober eintraf, hing das Bild in seinem Zimmer. Nach seiner Abreise aus Arles bat er ausgerechnet um diese Leinwand und sah in den Sonnenblumen auf gelbem Grund eine vollkommene Seite von Vincents ureigenem Stil. Van Gogh bot an, sie für ihn noch einmal zu malen, und riet Theo, die Sonnenblumen für sich und seine Frau zu behalten.

Gekauft wurde das Bild mit Mitteln des Courtauld-Fonds, den der Textilindustrielle Samuel Courtauld für moderne Malerei gestiftet hatte. Zuerst hing es in Millbank, im Gebäude der heutigen Tate Britain, und kam 1961 an den Trafalgar Square.

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