
Die Geschichte
Auf der Berliner Museumsinsel, einer Gruppe großer Museen auf einer Landzunge in der Spree, gleicht ein Gebäude einem griechischen Tempel auf hohem Sockel, mit einem bronzenen König zu Pferd, der die Freitreppe hinaufreitet. Das ist die Alte Nationalgalerie, entworfen von Friedrich August Stüler und 1876 eröffnet, um Kunst des 19. Jahrhunderts aufzunehmen, ein Grundstock, den ein Bankier stiftete.
Im Innern ist das Herz der Sammlung die deutsche Malerei jenes Jahrhunderts. Caspar David Friedrichs stille, geistvolle Landschaften sind hier, ebenso Adolph Menzel, dessen Flötenkonzert Friedrich den Großen zeigt, wie er im Kerzenlicht seines Potsdamer Schlosses spielt.
Die Galerie greift auch nach Frankreich aus, mit Manet, Monet und Renoir, früh von einem kühnen deutschen Direktor erworben, als der offizielle Geschmack in Berlin sie noch ablehnte. Ein Saal birgt Arnold Böcklins unheimliche Toteninsel, ein Boot, das eine verhüllte Gestalt zu einem Felsen mit dunklen Zypressen trägt, ein Bild, das die Berliner um 1900 als Druck in ihren Stuben aufhängten.
Sammlung
57 Werke
Selbstbildnis, stehend in Dreiviertelfigur, beide Hände in den HosentaschenMax Liebermann, 1915
Stillleben mit BuchPaul Signac, 1883
Stillleben mit Blumen und FrüchtenPaul Cézanne, 1888
Tahitianische FischerinnenPaul Gauguin, 1891
Flachsscheuer in LarenMax Liebermann, 1887
Das Haus in RueilÉdouard Manet, 1882
Eiche im SchneeCaspar David Friedrich, 1829