Galerie Prinz Willem V

Den Haag, Niederlande · Website


Die Geschichte

Wer die Galerie Prinz Willem V am Buitenhof betritt, sieht kaum noch freie Wand. Die Gemälde hängen Rahmen an Rahmen, von weit unten bis fast unter die Decke, große Leinwände in der Mitte, kleine Tafeln dicht und streng symmetrisch darum gruppiert. So sah das Bilderkabinett eines Fürsten im 18. Jahrhundert aus, und dieser eine lange Saal, rund 25 Meter von einem Ende zum anderen, ist wieder so eingerichtet.

Gebaut wurde er für Prinz Wilhelm V. von Oranien, den Statthalter an der Spitze der Niederländischen Republik. 1774 ließ er zwei Häuser am Buitenhof, neben dem alten Gefängnistor Gevangenpoort, zu einer Galerie für seine Gemälde umbauen, und Besucher von außerhalb des Hofes kamen mit einem Passierschein des Pförtners hinein. Die Galerie gilt oft als das erste öffentlich zugängliche Museum der Niederlande. 1795 beschlagnahmten französische Truppen die Sammlung und brachten sie in den Louvre. Vieles kehrte nach Napoleons Niederlage zurück, und 1822 zogen die Bilder ins Mauritshuis, die königliche Gemäldegalerie auf der anderen Seite des Hofvijver, des Teichs am niederländischen Parlament.

Das Mauritshuis betreibt die Galerie bis heute, und die rund 150 Gemälde an ihren Wänden gehören zu seiner Sammlung. Darunter sind das Stillleben mit Jäger von Frans Snyders, das Wilhelm V. 1768 erwarb, und Gerard van Honthorsts lebensgroßes Doppelbildnis des Statthalters Friedrich Heinrich von Oranien und seiner Frau Amalia von Solms. Ein Kombiticket gilt für beide Häuser, und der Eingang liegt in der Gevangenpoort.

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Sammlung

116 Werke