Salvator Mundi

Salvator Mundi


Details

Museum
Louvre
Jahr
1517
Technik
Öl auf Holz
Gattung
Gemälde
Maße
54 × 40 cm

Die Geschichte

In den 1510er-Jahren hatten die niederländischen Maler den Goldgrund längst gegen echten Himmel und echte Innenräume eingetauscht. Joos van Cleve kehrt hier zum Gold zurück. Der Louvre spricht von einem altertümlichen Zug im Sinne Jan van Eycks, selten bei ihm und bei seinen Kopisten ganz unbekannt. Gerade dieser feierliche Grund lässt vermuten, dass das Bild die Mitte eines größeren Ganzen bildete, vielleicht eines kleinen Triptychons für die private Andacht mit Heiligen auf den Flügeln.

Christus segnet mit der Rechten, die Linke ruht auf der Weltkugel, einer Kugel aus klarem Kristall mit einem juwelenbesetzten Kreuz darauf. In ihr liegt eine felsige Küste unter dunklem Himmel, eine Landschaft, die das Museum mit Bosch und Patinir in Verbindung bringt, und oben auf der Wölbung spiegelt sich ein Fenster. Auf dieses Detail legt der Louvre Wert, Licht von draußen, das in die Welt in Christi Hand fällt, eine Öffnung zum Jenseits.

Die Tafel entstand um 1516 bis 1518, in seinen reifen Antwerpener Jahren. 2023 war sie im Pariser Musée de Cluny in einer Ausstellung über Bergkristall zu sehen.

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