Alte Pinakothek

Alte Pinakothek

München, Deutschland · Website


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Die Geschichte

Geht man an der Südfront der Alten Pinakothek entlang, wechselt die Wand auf halbem Weg, von behauenem Stein zu schlichtem, unverputztem Backstein. Diese Naht ist Absicht. Alliierte Bomben zerstörten im Krieg etwa ein Drittel des Baus, und als der Architekt Hans Döllgast ihn in den 1950er-Jahren wiederaufbaute, entschied er sich gegen ein Vortäuschen des verlorenen Steinwerks. Er füllte die Lücke mit nacktem Backstein, teils aus dem Schutt geborgen, sodass die Wunde sichtbar bleibt.

Das Museum, das er so flickte, ist eine der ältesten Gemäldegalerien der Welt, 1836 von König Ludwig I. von Bayern eröffnet, um die Sammlung der Wittelsbacher zu zeigen, die seine Vorfahren seit dem 16. Jahrhundert zusammengetragen hatten. Der Architekt Leo von Klenze gab ihr lange, von oben belichtete Säle, die Museen in ganz Europa nachahmten.

Drinnen hängt eines der seltsamsten Selbstbildnisse, die je gemalt wurden: Albrecht Dürer mit 28 Jahren, 1500, frontal blickend, mit einer Symmetrie und einem festen Blick, die europäische Künstler den Christusbildern vorbehielten. In der Nähe hängt eine der größten Ansammlungen von Rubens überhaupt, darunter sein gewaltiges Großes Jüngstes Gericht, eine Wand stürzender Körper, so groß, dass die Galerie um seinen Rahmen herum entworfen wurde.

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